Archiv für den Monat: Mai 2011

Erklärung eines Super-GAUs – Reaktor-Blog

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Aus dem Youtube-Text:

Zwischenfall in Kategorie 4 eingestuft

Die IAEA stufte den Vorfall in dem japanischen Reaktor in die Kategorie 4 auf der INES-Skala ein. Die „International Nuclear Event Scale“ reicht von 0 bis 7. Zum Vergleich: Das Tschernobyl-Unglück wurde in die schwerste Kategorie 7 eingestuft, der Zwischenfall von 1979 auf Three Mile Island in den USA in die Kategorie 5.
Fukushima I ist 40 Jahre alt

Fukushima I liefert bereits seit fast vier Jahrzehnten Strom – der Siedewasserreaktor ging im November 1970 ans Netz. Nach Angaben der internationalen Kraftwerks-Datenbank des slowenischen Nuclear Trainig Centre (ICJT) sollte der Reaktor noch in diesem Monat vom Netz gehen. Der März 2011 sei das „erwartete Datum der Stilllegung“. Die anderen fünf Reaktoren wurden später gebaut. Die Blöcke 2 bis 6 gingen zwischen 1974 und 1979 ans Netz, zwei weitere Reaktoren sind in Planung.
400 Mal höhere Radioaktivität gemessen

Unterdessen haben Atomexperten in der benachbarten nordöstlichen Provinz Miyagi eine 400 Mal höhere Radioaktivität als normal gemessen. Die massiv erhöhten Strahlenwerte meldete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Betreibergesellschaft Tohoku.

Ein Unternehmenssprecher betonte, die Reaktoren in der Region seien stabil. Um das dortige AKW Onagawa sei eine erhöhte Radioaktivität festgestellt worden – man gehe aber davon aus, dass dies nicht von dem Reaktor stamme. Experten vermuten, dass der Wind Radioaktivität aus der Provinz Fukushima herübergeweht habe.
Australien verlangt mehr Informationen

Australien verlangt von Japan volle Aufklärung über die Bedrohung, die von dem beschädigten Atomkraftwerk ausgeht. Er habe bereits mit seinem japanischen Kollegen Takeaki Matsumoto telefoniert, sagte der australische Außenminister Kevin Rudd: „Wir und alle anderen Länder brauchen dringend weitere Informationen über den genauen Status dieser Reaktoren.“